Latenter Kampf um die besten Köpfe. Wie gewinnen?

Latenter Kampf um die besten Köpfe. Wie gewinnen?

Tatsächlich existiert in Österreich und anderen EU-Ländern – trotz erheblicher Anstrengungen beim Ausbau des berufsbildenden Schulwesens in den letzten 30 Jahren – ein großer Fachkräftemangel. Dies vor allem für die Bereiche Hotel & Gastgewerbe, Gesundheitswesen, Verkauf, Baugewerbe und Handel sowie in fast allen technischen Berufen, allen voran die Informationstechnologie. Es sind verschiedene sich ergänzende Ansätze zu erkennen, um den Fachkräftemangel zu verringern:

  • Hebung der Attraktivität des berufsbildenden Schulwesens
  • Anreize für Frauen und Mädchen, in „typische Männerberufe“ einzusteigen
  • Höherqualifikation von Berufstätigen durch Ausbau der berufsbegleitenden Weiterbildung
  • Öffnung der Grenzen für qualifiziertes Personal – Rot-Weiß-Rot-Card
  • Anerkennung der im Ausland abgeschlossenen Ausbildung in Österreich

Maßnahmen der Unternehmen

Seitens der Unternehmen gilt es also, die Arbeitsplatzattraktivität zu steigern, um gute MitarbeiterInnen anzuziehen bzw. zu halten. Hier kann durch gezielte Maßnahmen mit Blickrichtung Employer Branding – beispielsweise durch flexible Möglichkeiten bei der Gestaltung der Arbeitszeiten oder auch durch gelebte CSR-Aktivitäten (Corporate Social Responsibility) – die Attraktivität des Unternehmens und damit die Anziehungskraft für BewerberInnen gesteigert werden.

Problemfelder der berufsorientierten Erwachsenenbildung sind neben dem unterschiedlichen Angebot und Zugang vor allem auch die Beteiligung älterer ArbeitnehmerInnen sowie die Teilnahme unqualifizierter oder gering qualifizierter MitarbeiterInnen an den Weiterbildungsangeboten. Die Weiterbildungsbeteiligung sinkt rapide ab 45; die Statistiken sprechen hier von einem signifikanten Knick bei der Weiterbildungsbeteiligung der MitarbeiterInnen zwischen 45 und 60 Jahren.

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