Bildungscontrolling

Bildungscontrolling

ROI on learning

Auch wenn die Bedeutung von Bildung, Weiterbildung, Qualifikations- und Kompetenzerwerb als Maßnahmen der Employability weitgehend unbestritten ist: Der Kosten- und Rechtfertigungsdruck für Bildungsinvestitionen in Unternehmen steigt. Personal- und BildungsexpertInnen müssen wie alle anderen Organisationseinheiten aktiv zur Wertschöpfungskette beitragen und dies möglichst auch belegen.

Unter diesem Aspekt gewinnen Methoden des Bildungscontrollings verstärkt an Bedeutung. Die Frage nach einem Return on Investment on Learning (ROI on learning oder ROLI) taucht immer häufiger auf.

Bildungscontrolling allgemein ist die regelmäßige Steuerung, Kontrolle und Planung von Bildungsmaßnahmen mit Hilfe von Zahlen und daraus aggregierten Kennzahlen.

Alle unsere Bildungsangebote sind eingebettet in das operative, prozessbezogene Bildungscontrolling basierend auf dem 3-Stufen-Modell:

Zufriedenheitserfolg – Lernerfolg – Transfererfolg.

Learning Analytics knüpft stärker an statistisch erhobenen Daten an und nutzt zum Teil auch Methoden des Data Minings: Dabei werden Daten erhoben, aggregiert und interpretiert, die von Lernenden produziert werden. Die Erhebung dieser Daten wird meist durch den Einsatz von Learning Management Systemen (LMS) oder ähnlichen Systemen der Lerntechnologie möglich.

Ziel ist einerseits die Messung von Lernfortschritten, andererseits auch das Aufdecken potenzieller Problembereiche. Mit Learning Analytics sollen auch zukünftige Leistungen von Lernenden in Lernumgebungen vorausberechnet werden. Damit soll insgesamt der Lernprozess in Lernszenarien verbessert und optimiert werden. Zusätzlich können die Daten der Learning Analytics als wirtschaftliche Steuerungs-, Kontroll- und Planungsdaten genutzt werden.

Die Learning Scorecard ist ein Modell des strategischen Bildungscontrollings, das sich am klassischen Modell der Balanced Scorecard orientiert. Auf den vier Ebenen der Balanced Scorecard (Finanzperspektive, Kundenperspektive, Innovations-/Wissensperspektive, Prozessperspektive) werden Ziele und Kennzahlen für die jeweilige Perspektive definiert. Die Learning Scorecard geht genau wie die klassische Balanced Scorecard von einer Wirkungskette aus: Alle Ziele/Kennzahlen der unteren Ebenen unterstützen und ermöglichen die Ziele/Kennzahlen auf der obersten Ebene, der Finanzebene.

Wenn in einem Unternehmen die strategische Bildungsplanung so weit gediehen ist, dass ausreichend Kennzahlen gebildet werden können, dann ist die Learning Scorecard ein mächtiges Instrument der Steuerung und Kontrolle.

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