Neue Medien und alte „Benimm-Regeln“

Bewerbungsregeln 2017-11-07T18:11:52+00:00

Einerseits haben sich durch Web 2.0 und Smartphones die für Stellenangebote und -bewerbungen eingesetzten Kommunikationsmittel rasant geändert, andererseits gilt es sowohl für Jobanbieter als auch für Suchende, gewisse Regeln einzuhalten, um die Suche effizient und erfolgreich zu gestalten.

Auf der Anbieterseite ist die Formulierung der Anforderungen am wichtigsten, um tatsächlich die gewünschten BewerberInnen anzusprechen. Zu breit oder zu oberflächlich formulierte Stellenangebote ziehen eine Menge unpassender Bewerbungen nach sich. Dies kostet die PersonalistInnen viel Zeit und Geld.

Bei den Stellenbewerbungen ist nach wie vor die klassische Form vorherrschend, d. h. die Bewerbung setzt sich aus Vorstellungsbrief und Lebenslauf inkl. der zugehörigen Ausbildungszertifikate und Dienstzeugnisse zusammen. Sie wird jedoch kaum mehr per Post, sondern vorwiegend per E-Mail versandt.

Als Regel gilt, die Bewerbung soll Interesse wecken und informieren und (durch übermäßige Kreativität) nicht verstören. Bezüglich Kreativität sollte sich die Bewerbung an der ausgeschriebenen Stelle orientieren. Die in den letzten Jahren fallweise eingesetzten Präsentationsvideos können die klassische schriftliche Bewerbung nur ergänzen, aber nicht ersetzen. Sie können den PersonalistInnen aber zusätzliche Informationen z. B. über Stimme, Gestik oder Sympathie liefern, die in schriftlicher Form nicht zu übermitteln sind. Diese „Soft Skills“ werden letztlich bei der Auswahl mit entscheidend sein. Zusätzlich zeugt die Vorlage eines Videos von Engagement und Kreativität.

Bei Bewerbungen als Reaktion auf ein Jobangebot ist darauf zu achten, dass so konkret wie möglich auf die gestellten Anforderungen eingegangen wird und beim Anbieter nicht der Eindruck einer „Massenbewerbung“ entsteht. Die Erfahrung zeigt, dass in den letzten Jahren sowohl inhaltlich als auch in puncto Form die einlangenden Bewerbungen immer professioneller werden.

Größere Unternehmen verwenden mehr und mehr standardisierte Bewerbungsunterlagen in tabellarischer Form (Formularbewerbung), die den BewerberInnen dann zugestellt bzw. auf den Jobseiten der Unternehmen zum Download angeboten werden. Dies erleichtert die erste Vorselektion und vereinfacht die Einordnung der Unterlagen für spätere Stellenangebote. Bei neuen freien Stellen können die PersonalistInnen dann rasch in ihrem Ablageraster vorselektieren.

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