Strategische Bildungsplanung

Strategische Bildungsplanung 2017-10-21T21:24:18+00:00

Wissens- und Lernstrategien zielgerichtet entwickeln

Wir verlassen gerade das Informationszeitalter und treten in das Wissenszeitalter ein. Beiden Begriffe umschreiben eine Entwicklung in unserer Wirtschafts- und Arbeitswelt.

Eine Dynamik, die Wissen, Innovationsgeschwindigkeit, Flexibilität und Anpassungsgeschwindigkeit als kritische Erfolgsfaktoren für Unternehmen erkannt hat. So gibt es heute etwa kaum noch einen Wirtschaftsbereich, dessen Erfolg nicht in bedeutendem Maße von Know-how-Zuwachs und Wissen seiner MitarbeiterInnen und PartnerInnen abhängig ist.

Die verstärkte Nutzung von Computern, Netzwerken und anderen Werkzeugen der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie das erneute Aufleben des Interesses am Thema Wissensmanagement sind starke Anzeichen dafür.

In dieser dynamischen Umwelt ist es besonders wichtig, unternehmens- bzw. organisationsweit eine Wissens- und Lernstrategie festzulegen. Darin werden Zieldefinitionen und Grundsätze aus dem Bereich Wissen/Lernen/Bildungsplanung strategisch beleuchtet und für das Unternehmen festgelegt.

Einige Beispiele für Fragestellungen im Prozess der strategischen Bildungsplanung sind:

  • Was bedeutet „Wissen“ im Unternehmen? Welche Rolle spielt es für uns? Welche Ziele wollen wir mit einer Wissensstrategie und strategischer Bildungsplanung erreichen?
  • Welche Zielgruppen umfasst die strategische Bildungsplanung? Management / Mitarbeiter / Partner / Lieferanten etc. Welche Wissens-Gebiete kommen für welche Zielgruppen in Frage?
  • Wissensidentifizierung: Wer besitzt welches Wissen, das für welche Zielgruppe zu transferieren ist? Von welcher Art des Wissens sprechen wir? Welche Qualifikation und welche Kompetenz brauchen wir an welcher Stelle der Organisation?
  • Wissenstransfer: Welche Methoden / Werkzeuge (Community of Practice, Learning on Demand, Präsentationen, Blended Learning, Simulationen, Videos etc.) sind einzusetzen?
  • Technologie als unterstützender Faktor des Wissenszyklus: Wie kann Technologie helfen? Wie kann sie in die IT-Prozesslandschaft integriert werden (Internet / Intranet / LMS / LCMS)?
  • Nutzungs- und Verwertungsrechte: Sind alle urheberrechtlichen Fragen geklärt?
  • Mit welchem Ressourceneinsatz können wir rechnen? Personell? Finanziell? Infrastrukturell?

Aus der Beantwortung dieser und anderer Fragestellungen lässt sich die Wissens- und Lernstrategie ableiten und ergibt sich letztendlich die strategische Bildungsplanung, die mit konkreten Maßnahmen umgesetzt wird. Die Kontrolle der Zielerreichung erfolgt jeweils mit den Methoden des Bildungscontrollings.